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2025-09-18 07:22 Krypto / Business
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Santander-Tochter Openbank startet Krypto-Handel für Kunden in Deutschland

Banco Santander SA, eine der größten europäischen Finanzinstitutionen, hat über seine Online-Tochter Openbank einen bedeutenden Schritt in die Welt der digitalen Vermögenswerte unternommen. Dieser strategische Schritt, der den Handel mit Kryptowährungen für Privatkunden einführt, markiert einen entscheidenden Moment für die Integration des traditionellen Bankwesens in die sich entwickelnde Krypto-Ökonomie, insbesondere in der Europäischen Union nach der Einführung der Markets in Crypto-Assets (MiCA)-Verordnung.

Der neue Service von Openbank ermöglicht es Kunden, wichtige Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Polygon und Cardano zu handeln. Das Angebot startete offiziell für Kunden in Deutschland am 17. September, mit Plänen zur Ausweitung der Verfügbarkeit auf Spanien in den kommenden Wochen. Coti de Monteverde, Leiter der Kryptowährungsabteilung der Grupo Santander, erläuterte die Begründung der Bank: „Durch die Aufnahme wichtiger Kryptowährungen in unsere Investmentplattform reagieren wir auf die Nachfrage eines Teils unserer Kunden.“ Die Transaktionsgebühren betragen 1,49 % pro Vorgang, mit einem Mindestbetrag von 1 € (ca. 1,18 $) und ohne zusätzliche Gebühren für die Verwahrung von Vermögenswerten.

Die Initiative von Santander steht im Einklang mit einem wachsenden Trend bei europäischen Banken, digitale Vermögenswerte zu nutzen, der teilweise auf die Klarheit und den regulatorischen Rahmen zurückzuführen ist, den MiCA bietet. Diese Verordnung erleichtert traditionellen Finanzakteuren einen strukturierteren Eintritt in den Kryptomarkt. Der Schritt der Bank ist kein Einzelfall; er spiegelt einen breiteren Wandel wider, da auch andere Institutionen ähnliche Dienstleistungen prüfen oder implementieren. So kündigte beispielsweise die in den VAE ansässige RAKBANK eine Partnerschaft mit Bitpanda für den Krypto-Handel an, und CMB International Securities wurde zum Pionier in Hongkong, indem sie Krypto-Dienstleistungen einführte. Darüber hinaus hat die spanische Konkurrenzbank BBVA die Ripple Custody-Technologie für die sichere Aufbewahrung digitaler Vermögenswerte integriert, was unterschiedliche Ansätze zur Beteiligung an diesem Sektor zeigt.

Die strategische Bedeutung dieser Expansion geht über reine Handelsdienstleistungen hinaus. Bloomberg berichtet, dass Santander auch andere Möglichkeiten im Bereich digitaler Vermögenswerte prüft, einschließlich der potenziellen Ausgabe eines eigenen Stablecoins. Diese Untersuchung ist ein Indikator für ein globales Phänomen, das durch unterstützende regulatorische Signale beschleunigt wird, wie die neue Stablecoin-Gesetzgebung, die von der Regierung des US-Präsidenten Donald Trump unterstützt wird. Solche gesetzlichen Rahmenbedingungen ermutigen Großbanken in den USA und Europa, ihre Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen in diesem sich schnell entwickelnden Marktsegment zu intensivieren.

Letztendlich positioniert sich Openbank mit seinem Vorstoß in den Kryptowährungshandel als wichtiger Akteur an der Schnittstelle zwischen konventionellem Bankwesen und innovativem digitalen Finanzwesen. Durch die Bereitstellung zugänglicher Instrumente für Kryptowährungsinvestitionen erfüllt die Bank nicht nur die aktuelle Kundennachfrage, sondern setzt auch einen Präzedenzfall dafür, wie etablierte Finanzinstitute in der dynamischen Landschaft digitaler Vermögenswerte erfolgreich agieren und gedeihen können.

Maximilian Braun
Autor
Deutschland

Verknüpft Branchenperspektiven und ordnet Entwicklungen ein.

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