Kiyosaki kritisiert Bildungssystem: „Fake Money“ fördert Ungleichheit

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By Felix Schröder

Robert Kiyosaki, der gefeierte Autor von „Rich Dad Poor Dad“, hat das Bildungssystem scharf kritisiert, da es angeblich Kinder dazu erzieht, „falsches Geld“ wertzuschätzen, und argumentiert, dass dieser Ansatz die wirtschaftliche Ungleichheit fortsetzt. Er plädiert für das Verständnis echter Wertspeicher und betont Vermögenswerte wie Bitcoin als praktikable Alternative zu traditionellen, inflationsanfälligen Währungen. Kiyosakis Perspektive unterstreicht eine wachsende Besorgnis unter einigen Finanzdenkern hinsichtlich der langfristigen Stabilität von Fiat-Währungen und der Rolle digitaler Vermögenswerte bei der Vermögenssicherung.

Kiyosakis Kritik konzentriert sich auf das, was er als tief verwurzelte gesellschaftliche Konditionierung wahrnimmt, die darauf abzielt, Beschäftigung und Sparen in einem inflationsanfälligen System zu priorisieren. Er schlägt vor, dass Bildungseinrichtungen Einzelpersonen unabsichtlich auf einen Weg führen, für entwertende Währungen zu arbeiten, anstatt Vermögenswerte zu verstehen und anzuhäufen, die ihren Wert behalten oder steigern. Dies, so seine These, trägt zu einem Kreislauf der Armut bei, in dem die weniger Wohlhabenden Schwierigkeiten haben, ihre Kaufkraft zu erhalten.

Der Autor zieht eine Parallele zwischen den Handlungen von Zentralbanken und dem, was er als „kriminelle Organisationen“ bezeichnet, und behauptet, dass ihre Geldpolitik, insbesondere der Gelddruck, überproportional den Reichen zugutekommt. Dies verschärft die Vermögenskluft, da die Inflation, die durch eine erhöhte Geldmenge entsteht, den Wert der Ersparnisse der mittleren und unteren Wirtschaftsschichten untergräbt. Offizielle Inflationszahlen, wie die des U.S. Department of Labor, veranschaulichen die greifbaren Auswirkungen dieser Entwertung und zeigen einen erheblichen Kaufkraftverlust für angesammelte Gelder im Laufe der Zeit.

Im Gegensatz zum sinkenden Wert von Fiat-Währungen verweist Kiyosaki auf die Performance von Bitcoin als Beweis für sein Potenzial als Wertspeicher. In den letzten fünf Jahren hat Bitcoin ein erhebliches Wachstum gezeigt und die Inflationsraten deutlich übertroffen. Diese Widerstandsfähigkeit hat Kiyosaki dazu veranlasst, Bitcoin neben anderen greifbaren Vermögenswerten wie Gold, Silber und Öl anzuhäufen.

Kiyosaki enthüllte, dass seine erste Investition in Bitcoin getätigt wurde, als die Kryptowährung 6.000 US-Dollar kostete, und er nun etwa 60 BTC besitzt. Er führt seine aktuelle Strategie des Vermögensaufbaus auf die Mieteinnahmen aus seinen Immobilien zurück. Mit Blick auf die Zukunft hat Kiyosaki zuvor prognostiziert, dass Bitcoin innerhalb des nächsten Jahrzehnts 1 Million US-Dollar erreichen könnte. Er erwartet jedoch auch mögliche Marktkorrekturen bei Gold, Silber und Bitcoin und betrachtet solche Rückgänge als Gelegenheiten, seine Bestände zu erhöhen. Er äußerte sich auch vorsichtig bezüglich der Verbreitung von ETFs und bezeichnete sie als „Papiervermögenswerte“, die anfällig für Marktinstabilität sein könnten, obwohl er ihre Zugänglichkeit für Kleinanleger anerkennt.

Das Phänomen der Inflation und Hyperinflation, das die Kaufkraft überproportional beeinträchtigt, ist besonders in Ländern mit schwerer wirtschaftlicher Instabilität zu beobachten. In solchen Regionen haben sich Kryptowährungen, insbesondere Stablecoins wie Tether (USDT), als Absicherung gegen Währungsabwertung herausgestellt. In Venezuela beispielsweise, wo die jährliche Inflation außergewöhnlich hoch war, sind Stablecoins in den täglichen Finanztransaktionen integriert und bieten ein Maß an Stabilität, das der lokalen Währung fehlt. Ebenso deuten Experten wie Saifedean Ammous darauf hin, dass in Volkswirtschaften, die mit Währungsabwertung konfrontiert sind, wie Argentinien, Anleger Zuflucht in Vermögenswerten wie dem US-Dollar und Bitcoin suchen werden. Raoul Pal, CEO von Real Vision, hat Anleger ebenfalls geraten, ihre Allokation in Kryptowährungen und NFTs zu erhöhen, um sich gegen den schwindenden Wert konventioneller Währungen abzusichern.

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